Das Projekt
Die Entwicklung hin zu einer zugleich nachhaltigen, nutzerorientiert gestalteten und effizienten Mobilität der Zukunft steht weiterhin vor großen Herausforderungen. Das Ziel der Verringerung von Emissionen und Flächenverbrauch steht der steigenden Verkehrsleistung, insbesondere im motorisierten Individualverkehr (MIV) gegenüber; individuelle Bedürfnisse nach Flexibilität und Privatheit scheinen nach wie vor im Widerspruch zu einer nachhaltigen Mobilität zu stehen.
Dabei stehen bereits heute viele sozio-technologische Lösungen bereit, um diesen Zielkonflikt aufzulösen – die Aufgabe besteht vor allem darin, sie sinnvoll zu integrieren und im Zusammenspiel zu optimieren.
Entscheidend ist dafür ein Prozess der Ko-Kreation, der sozio-technische Innovationen mit Nutzungsbedürfnissen und Transformationspotentialen zusammenführt und so kosteneffiziente, flexible, nachhaltige und universell nutzbare Mobilitätsangebote ermöglicht.
Hier setzt das Forschungsprojekt IMIQ an: Es hat zum Ziel,
- nachhaltige,
- skalierbare und
- auf Nutzungsbedürfnisse zugeschnittene
Mobilitätslösungen zu entwickeln, die auf andere Regionen in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus übertragbar sind.
|
Als räumliches Fundament des Teilprojekts RIM (Reallabor für intelligente Mobilität) wird der Magdeburger Wissenschaftshafen mit digitaler Infrastruktur und automatisierten Fahrzeugen ausgestattet. Beides wird hier unter realen Bedingungen technisch getestet und im Alltag erprobt, mit dem Ziel, automatisierte Mobilität in den bestehenden öffentlichen Nahverkehr zu integrieren. Die Fahrzeugdaten und Infrastrukturinformationen aus dem Reallabor bilden – zusammen mit den Bedürfnissen der Menschen vor Ort – die Grundlage des Digitalen Work-Life Zwillings (DWLZ), dem zweiten Teilprojekt. Diese Bedürfnisse werden partizipativ erhoben, unter anderem über ein Bewohner:innen-Panel mit aktuell rund 850 Teilnehmenden sowie Fokusgruppen und Informationsveranstaltungen mit lokalen Akteuren. Der Digitale Work-Life Zwilling lässt sich als virtuelles Abbild des Stadtquartiers verstehen. Auf Basis des virtuellen Abbilds werden mithilfe künstlicher Intelligenz Simulationen durchgeführt und digitale wie physische Mobilitätsangebote optimiert. Sichtbar wird das für die Menschen im Quartier unter anderem durch ein persönliches Assistenzsystem, das individuelle Mobilitäts- und Alltagsplanung unterstützt und nachvollziehbar erklärt, warum eine bestimmte Option vorgeschlagen wird – die Entscheidung bleibt dabei immer beim Menschen. So entsteht ein lernendes Mobilitätssystem im Einklang mit Stadt und Gesellschaft.
|
|
Inhaltliche Ziele:
Strukturelle Ziele:
|
Da in IMIQ viele unterschiedliche Technologien und Fachgebiete zusammenkommen (Kognitionswissenschaft, Umweltpsychologie, Informatik, Forschung zu Mobilität & Logistik), ist das Projekt in konkrete disziplinübergreifende Anwendungen ("Use Cases") unterteilt. Auf diese Weise wird das Vorhaben in überschaubare, einzeln entwickelbare und testbare Bausteine zerlegt, die jeweils eigene Verantwortlichkeiten, Zeitpläne und Ergebnisse haben, dabei aber miteinander interagieren und vernetzt sind.
Nachfolgend eine Übersicht der Use Cases.














